Seemännisches Wörterbuch
erarbeitet von Tjark Ufen
| Achterdeck: | Der hintere Teil des Oberdecks. | |||||||
| achterlicher: | Weiter rückwärts als quer…. | |||||||
| achtern: | Hinten. | |||||||
| aufschießen: | Tauwerk klar und rund an Deck legen. | |||||||
| ausmachen: | Einen in Sicht kommenden Gegenstand erkennen. | |||||||
| ausscheren: | Stark und plötzlich den Kurs verändern. | |||||||
| Außenhaut: | Der äußere, wasserdichte Belag des Schiffsrumpfes. | |||||||
| Back: | Das erhöhte Vordeck; der Esstisch oder ein Essnapf. | |||||||
| Backbord: | Linke Schiffsseite wenn man nach vorne sieht. | |||||||
| Bake: | Ein Seezeichen an der Küste. | |||||||
| Baum, Ladebaum: | Der Kranarm von der Ladeeinrichtung des Schiffes. | |||||||
| belegen: | Eine Leine oder Tau auf einer Klampe oder Poller festmachen. | |||||||
| Bilge: | Ein Raum unterhalb der Bodenplanken für Leckwasser. | |||||||
| Block: | Teil eines Flaschenzuges mit mehreren Seilscheiben. | |||||||
| Bootsmann: | Höchster seemännischer Mannschaftsgrad. | |||||||
| Brückendeck: | Deck, auf dem sich der Kommandostand befindet. | |||||||
| Bucht: | Die Biegung eines liegenden Taus. | |||||||
| Bunker, bunkern: | Brennstoff, oder Brennstoff übernehmen. | |||||||
| Dalben: | Pfahlgruppe zum Festmachen eines Schiffes. | |||||||
| Davit: | Kran, einzeln oder doppelt um ein Boot ins Wasser zu bringen. | |||||||
| Decksbalkenbucht: | Die Biegung des Decks, von links nach rechts gesehen. | |||||||
| Decksprung: | Die Biegung des Decks, von achtern nach vorne gesehen. | |||||||
| Dollbord: | Die oberste Kante eines Bootes, links und rechts. | |||||||
| Dollen: | Die im Dollbord eingebauten Lager für die Riemen ( Ruder ). | |||||||
| Ducht: | Die Sitzbank, auf der die Ruderer im Boot sitzen. | |||||||
| Dünung: | Bewegung der See ohne Wind ( eventuell nach einem Sturm ). | |||||||
| dwars: | Quer, im rechten Winkel zur Kielrichtung des Schiffes. | |||||||
| einhieven: | Eine Kette, Trosse o. dgl. an Bord winden. | |||||||
| Ende: | Ein kurzes Tau oder eine kurze Leine. | |||||||
| entern, aufentern: | Bei Segelschiffen in den Mast steigen, Besteigen eines Schiffes. | |||||||
| Faden: | Tiefenmaß, verschieden, in Deutschland 1,852 Meter. | |||||||
| Fallreep: | Eine außenbords angebrachte bewegliche Treppe. | |||||||
| Farblast: | Raum zum Unterbringen von Farbe, belüftet. | |||||||
| Fender: | Über Bord gehängter, weicher, federnder Puffer. | |||||||
| fieren: | Herunterlassen, eine Last absenken. | |||||||
| Gaffel: | Hinten am Mast angebrachtes Rundholz für Segel oder Flagge. | |||||||
| Gatt, im Gatt liegen: | Ein Loch, oder mit einem Schiff hinten tiefer liegen als vorne. | |||||||
| Gei: | Ein Flaschenzug, bestehend aus Tauwerk und Blöcken. | |||||||
| gieren: | Das Ausscheren eines Schiffes beim Steuern oder durch Wind. | |||||||
| Gissung: | Eine Schätzung, hier bei einem nicht bekannten Standort. | |||||||
| Glas, glasen: | Zeitangabe mit Glockenschlägen. | |||||||
| Gut: | Angebrachte Seile oder Drähte um den Mast zu halten. | |||||||
| Hanger: | Das Drahtseil, an dem der Ladebaum hängt. | |||||||
| Hauptdeck: | Ein durchgehendes Deck, meistens wo die Luken sind. | |||||||
| Heck: | Der hinterste Teil des Schiffes, meistens gerundet. | |||||||
| heißen: | Emporwinden, hissen. | |||||||
| holen: | An einem Tau ziehen. | |||||||
| Janmaat: | Landläufiger Ausdruck für den Matrosen oder Seemann. | |||||||
| Jolltau: | Einfacher Flaschenzug. | |||||||
| Kabelgatt: | Lagerraum für Tauwerk oder Trossen aller Art. | |||||||
| kappen: | Einen Draht oder ein Tau durchschneiden. | |||||||
| Kimm: | Der sichtbare Horizont auf See. | |||||||
| Kink, Kinken: | Ein unabsichtlicher Knoten oder Unordnung im Tauwerk. | |||||||
| Klarschiff, Reinschiff: | Bereitmachen des Schiffes oder das Schiff reinigen. | |||||||
| Klüse: | Loch in der Schiffswand zum Durchführen von Ketten oder Seilen. | |||||||
| Knoten: | Gefahrene Meilen in einer Zeiteinheit, z. B., Meilen / Stunde. | |||||||
| Kombüse: | Küche zum Zubereiten der Mahlzeiten. | |||||||
| krängen: | Überneigen oder überholen eines Schiffes nach einer Seite. | |||||||
| laschen: | Ladungsgüter im Raum mit Tauwerk oder Draht festmachen. | |||||||
| Last: | Die Vorratskammer, für Ausrüstung und Nahrungsmittel. | |||||||
| Laufendes Gut: | Alle Leinen und Taue um Segel zu bewegen oder zu setzen. | |||||||
| Lee: | Die dem Wind abgekehrte Seite. | |||||||
| Leichter: | Schleppkahn, von dem Ladung oder Vorräte an Bord gebracht werden. | |||||||
| lenzpumpen: | Leerpumpen von Tanks oder Bilgen. | |||||||
| Linie: | Der Äquator. | |||||||
| Log, loggen: | Gerät zum Messen der Fahrtgeschwindigkeit. | |||||||
| Lot, loten: | Gerät zum Messen der Wassertiefe, einfach mit Gewicht und Leine. | |||||||
| Lukensüll: | Über Deck aufragender Rahmen zum Einlegen der Lukendeckel. | |||||||
| Lümmel, Lümmellager: | Bolzen und Lager zur Befestigung des Ladebaumes am Mast. | |||||||
| Luv: | Die Seite, von wo der Wind weht. | |||||||
| mannen: | Einen Gegenstand von Mann zu Mann geben. | |||||||
| Mannloch: | Eine Öffnung um Tanks zu begehen, in Körpergröße. | |||||||
| Mast: | Aus Metall oder Holz um Segel oder Ladegeschirr zu befestigen. | |||||||
| Meile, Seemeile: | Unterschiedliches Längenmaß, als Seemeile 1852 Meter. | |||||||
| Mugg: | Einfacher, zylindrischer Becher. | |||||||
| Niedergang: | Treppen von Deck ins Schiff. | |||||||
| Nock: | Ende einer Raa oder Ladebaumes, offener Raum neben der Brücke. | |||||||
| Pantry: | Raum meist neben der Messe, Arbeitsbereich des Stewards. | |||||||
| Peildeck: | Das Deck oberhalb der Brücke, meistens mit Magnetkompass. | |||||||
| Peilung, peilen: | Richtung, oder eine Himmelsrichtung nach dem Kompass bestimmen. | |||||||
| Persenning: | Wasserdichter Überzug aus Segeltuch, heute auch Plastik. | |||||||
| Piek: | Raum im Vor- und Achtersteven eines Schiffes, meistens ein Tank. | |||||||
| Poller: | Stählerne Zapfen an Deck zum Festmachen eines Schiffes. | |||||||
| pönen: | Farbe verstreichen. | |||||||
| Poopdeck: | Erhöhtes Deck, auf Segelschiffen der Platz für den Steuerstand. | |||||||
| pullen: | Ein Boot mittels Ruder vorwärtstreiben. | |||||||
| purren: | Wecken zur Wache eines Seemannes. | |||||||
| Pütz: | Ein normaler, kräftiger Eimer. | |||||||
| Rasmus: | Überkommende See. | |||||||
| Riemen: | Die Ruder im Rettungsboot. | |||||||
| Rudergänger: | Der Seemann, der das Schiff steuert. | |||||||
| Runner: | Der Draht, an dem die Last hängt beim Laden und Löschen. | |||||||
| Saling: | Eine Querstrebe im oberen Teil des Mastes bei Motorschiffen. | |||||||
| Schäkel: | Ein Metallbügel mit Schraube um zwei Leinen zu verbinden. | |||||||
| Schalkkeil: | Holzkeil, um die Persenning auf den Luken zu befestigen. | |||||||
| Schalklatte: | Flacheisen, um die Persenning mittels Keilen zu befestigen. | |||||||
| schamfielen: | Schadhaftes Reiben und Scheuern einer Leine oder Drahtes. | |||||||
| Schap: | Kleiner Wandschrank, früher auch für Lebensmittelzuteilung. | |||||||
| schiften, verschiften: | Den Platz oder Ort verändern. | |||||||
| Schott: | Abtrennung zwischen Räumen, meistens Laderäumen. | |||||||
| Schutzdeck: | Das Deck oberhalb des Hauptdecks. | |||||||
| schwoien: | Wenn ein Schiff durch Wind oder Strom gedreht wird. | |||||||
| Skylight: | Oberlicht, meistens im Deck oder oberhalb des Maschinenraums. | |||||||
| Spant, Spanten: | Die Rippen eines Schiffes, früher aus Holz, jetzt aus Stahl. | |||||||
| Speigatt: | Loch über Deck in der Schiffswand um Wasser ablaufen zu lassen. | |||||||
| Spill: | Hand- oder motorgetriebene Winde für Anker und Leinen. | |||||||
| Spleiß, spleißen: | Verbindung von Draht oder Tauwerk, mehrfach geschlagen. | |||||||
| Sprung: | Biegung des Decks, siehe auch Decksprung. | |||||||
| Stag, Vor- und Achterstag: | Leinen oder Drähte um den Mast nach vorne und hinten zu halten. | |||||||
| Stehendes Gut: | Alle unbeweglichen Leinen und Drähte die die Masten halten. | |||||||
| Steuerbord: | Die rechte Seite des Schiffes. | |||||||
| Steven: | Der vorderste, spitz zulaufende Teil des Bugs eines Schiffes. | |||||||
| Strich, Kompaßstrich: | Aufteilung der Kompassrose in 32 Teile, ein Strich also 11 1/4 Grad. | |||||||
| Süll: | Der Teil, um den eine Tür höher eingebaut wird gegen Wassereintritt. | |||||||
| Tamp: | Ende eines Taus. | |||||||
| Tiefgang: | Das Maß, in Metern oder Fuß, wie tief ein Schiff im Wasser liegt. | |||||||
| Topp, Masttopp: | Die oberste Spitze eines Mastes. | |||||||
| Törn: | Windung eines Taus. | |||||||
| Trimm: | Unterschied, in Metern oder Fuß, wie das Schiff im Wasser liegt. | |||||||
| trimmen: | Ladungsgut unter Deck in die schlecht erreichbaren Ecken bringen. | |||||||
| verholen: | Ein Schiff von einem Ort zu einem anderen Hafenplatz fahren. | |||||||
| Verschanzung: | Innenwand der Bordwand oberhalb des Decks. | |||||||
| Vordeck: | Vorderes, auch erhöhtes Deck, auch Back genannt. | |||||||
| Want, Wanten: | Halterung und Strickleitern seitlich des Mastes. | |||||||
| Wegerung: | Der Holzboden innerhalb der Laderäume. | |||||||
| Windhutze: | Drehbarer, natürlicher Lüfter für Maschine und Laderaum. | |||||||
| Yard: | Engl. Längenmaß, 1 Yard = 3 Fuß = 0,914 Meter. | |||||||
| Zepter: | Gabelförmige Lagerung der Ruder im Rettungsboot. | |||||||
| zurren: | Festbinden von Gegenständen. | |||||||
| Zwischendeck: | Ein Deck innerhalb eines Laderaumes. | |||||||
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